Canyoning und Schluchtenwandern

Canyoning ist eine Sportart, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Damit wir für die anfallenden Einsätze vorbereitet sind, müssen wir die speziellen Rettungstechniken üben.
Wir Bergwachtler sind zwar nicht wasserscheu,
aber auf einen wärmenden Neoprenanzug wollen wir nicht verzichten.
Auch die Ausrüstung ist eigens für diese Aufgabe konzipiert. Die Sitzgurte und Seile, sowie Abseilgeräte sind eigens für diese Anforderungen geschaffen






Meistens ist ein Ausstieg nach oben nicht möglich. In diesem Fall müssen aufwendige Seil-
bahnen aufgebaut werden wo der Verletzte an einem Platz ge bracht wird, wo er entweder von einem Hubschrauber mittels Rettungswinde oder mit einem "Schrägaufzug" aus dem Bach gebracht wird.


Das Arbeiten an den nassen und glatten Felswänden muss
immer wieder geübt werden


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Gebirgsbäche können aufgrund von Verengungen, Klammartigen Abschnitten, Wasserfällen und Gumpen eine eigene Dynamik entwickeln. In diesen Passagen kann man sich nur mit spezieller Ausrüstung und Ausbildung bewegen, bzw. Rettungsaktionen durchführen. Die Canyoningretter haben dafür Neoprenanzüge, spezielle Gurte, sie beherrschen spezielle Abseil- und Seilbahntechniken und verständigen sich teilweise über eine Zeichensprache. Das ist notwendig, da der Geräuschpegel in dem tosenden wasser sehr hoch ist und Absprachen kaum möglich sind. Auch per Funk kann wegen dem Wasser nicht kommuniziert werden, somit sind sie von der Aussenwelt abgeschnitten und auf sich alleine gestellt. Damit das sicher und reibungslos funktioniert, absolvieren die Canyoningretter einen mehrtägigen Lehrgang und üben diese Techniken und Verfahren danach eigenständig  mehrmals im Jahr. Die Lenggrieser Canyoningretter führten bisher sieben Einsätze durch. Im Regelfall sind es Wanderer die in Gebirgsbäche stürzen, wie ein Pfarrer aus Dachau der bei einer Winterwanderung ausrutschte, in einen Bach stürzte und wochenlang gesucht  wurde. Aber auch einem koreanischen Skitourengeher bei der Abfahrt vom Scharfreuter in und einem Bergradler wurden ein Sturz in einen Gebirgsbach zum Verhängnis.

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