Am Samstag den 31.01.2014 gegen Mittag, wurde die Bergwacht Lenggries zu einem verletzten Skitourengeher am Scharfreuter gerufen. Ein 28 jähriger Südtiroler fuhr vom Gipfel Richtung Vorderriß ab, als er nach wenigen Metern stürzte. Bei dem Sturz brach der Skistock und in Folge bohrte sich das scharkantige Bruchende soweit in die Wade, dass es zu einer arteriellen Blutung kam. Anwesende Skitourengeher leisteten sofort erste Hilfe und konnten die spritzende Blutung mit einem Druckverband stillen. Für die Rettung des Südtirolers flog ein Bergwachtmann mit dem Rettungshubschrauber CHR1 zum Scharfreuter, versorgte den Mann medizinisch mit dem Hubschraubernotarzt und brachten ihn in die Unfallklinik nach Murnau. Eine Landung am Einsatzort war nicht möglich, deshalb musste der 28-Jährige im Luftrettungssack gelagert und mit der Rettungswinde an Bord des Hubschraubers genommen werden. Des Weiteren waren am Brauneck drei Einsätze mit Schulterverletzungen, wofür noch einmal ein Rettungshubschrauber aus Kufstein notwendig war. Hier konnte der Helikopter aber landen und den Verletzten am Boden einladen.


Am Sonntag waren neun Einsätze im Brauneck - Skigebiet, überwiegend mit Kindern, von der Dienstgemeinschaft zu bewältigen. Dabei war der Rettungshubschrauber CHR München zweimal notwendig, die restlichen Patienten konnten mit dem Akja nach Lenggries gebracht werden. Teilweise war ein Kindernotarzt der Bergwacht erforderlich.
 
Um 21:10 Uhr wurde die Bergwacht Lenggries nochmal alarmiert. Zwei erschöpfte Bergwanderer kamen auf ihrer Tour von Bad Wiessee über den Focken- und Geierstein nach Lenggries, nicht mehr weiter und forderten im Bereich der Wirtsalm die Bergwacht an. Sechs Bergwachtler rückten aus und konnten den ersten Teil noch mit dem Skidoo zurücklegen, dann ging es nur noch zu Fuß mit Tourenskiern weiter. Um 23:45 Uhr erreichten sie die beiden Hilfesuchenden, von denen einer eine Knieverletzung hatte und brachten diese nach Lenggries ins Tal. Um 2:30 Uhr war der Einsatz glücklich beendet und die beiden Münchner konnten mit einem Taxi nach Hause fahren.

 

Am Mittwoch wurde die Bergwacht zu einer laufenden Reanimation an einer Wildfütterung gerufen. Ein 71 jähriger Lenggrieser half einem Jäger beim Ausbringen vom Winterheu, als er mit einen Herzkreislaufstillstand zusammenbrach. Der Jäger setzte sofort einen Notruf über die 112 ab und begann mit  Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Bergwachtler rückten mit dem Bergrettungsfahrzeug aus und der Rettungshubschrauber CHR Murnau wurde direkt zur Einsatzstelle beordert. Leider waren alle Mühen vergebens und das Leben des Lenggriesers konnte nicht mehr gerettet werden. Gemeinsam mit Alpinbeamten der Polizei wurde die Leiche geborgen und nach Fall gebracht.

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