Am vergangen Wochenende wurde am Brauneck der Skibetrieb eingestellt. Von 18.November bis 30.März waren an über 120 Tagen Skibetrieb, einige Skitage fielen wegen starkem Sturm aus. Grund genug um ein kurzes Resümee zu ziehen.
Im vergangenen Winter wurden wir 151 Mal zu Einsätzen gerufen, in vergleichbaren Wintern zuvor war das über 220 mal der Fall. Somit läßt sich eine vorsichtige positive Tendenz in unserem Skigebiet erkennen. Die Wintersportler rüsten sich vermehrt mit Skihelmen und Protektoren aus, auch die gut präparierten Pisten bringen nicht nur mehr Skispaß, sondern vermutlich auch mehr Sicherheit.
Im Brauneck Skizirkus werden ca. 10% der Skipisten beschneit. In den künstlich beschneiten Pistenbereichen waren kaum Einsätze zu verzeichnen, somit können wir eine besondere Gefährdung durch Kunstschnee nicht feststellen. Was aber stark auffällt, ist die Tatsache, dass bei großer, langanhaltender Kälte alle Pisten -sowohl Kunstschnee als auch Naturschnee- extrem hart werden. An diesen langen, kalten Winterperioden stieg die Einsatzhäufigkeit und die Schwere von Verletzungen prägnant an.
Das Skibergsteigen im Pistenbereich erlebt momentan einen immensen Boom. So gut das Skibergsteigen für die Gesundheit ist, so gefährlich ist es aber wenn die Pistenregeln nicht eingehalten werden. Teilweise gehen die Skibergsteiger mitten in den Pisten hoch. Zu zweit nebeneinander, mit Hunden, nichtwissend in welche Gefahr sie sich dabei begeben und die Pistenskifahrer gefährden. An dieser Stelle möchten wir einen großen Appell an die Vernunft der Skibergsteiger im Pistenbereich richten.
Seit diesem Winter setzen wir ein ATV im Pistenrettungsdienst ein. Damit konnten die Einsatzzeiten im Bereich des "Hinteren Braunecks" nochmals verkürzt werden. Damit wir unseren Akja an das ATV anhängen können, wurde eine spezielle Anhänger deichsel angeschaft. Die Lenggrieser Gleitschirmfreunden übernahmen die Rechnung der Deichsel und auch für weitere Rettungsgeräte sodaß der gesamte Spendenbetrag über 1200€ betrug. Hier ein herzliches Vergelts Gott.

Am darauf folgenden Wochenende hatten wir dann erstmals wieder Zeit, daß wir selbst in die Berge kamen. Wir nutzten die Gelegenheit und fuhren mit knapp zwanzig Mann ins Martelltal. In mehreren Gruppen unternahmen wir Skitouren auf die Kölkkuppe, die Madritschspitze und eine Überschreitung von der Zufallspitze zum Cevedale. Bei gutem bis sehr gutem Wetter kamen alle auf ihre Kosten und konnten das Gipfelglück genießen.
Nächste Woche beginnt die Sommerausbildung, wo wir uns für die Sommereinsätze fortbilden.

 

Auf dem Weg zur Zufallshütte, die als Ausgangspunkt genutzt wurde

Anschließend ging eine Gruppe auf die Köllkkuppe, die andere auf die Madritschspitze

Blick von der Kölkkuppe Richtung Osten zur Plose und den Dolomiten

Aufstieg zur Zufallspitze

Hier sieht man schon den Gipfel 3757m ü NN und die Schneefahnen aufgrund des starken Windes, der gefährlichen Triebschnee im Lee anlagert

Adi, Hubs und Heidi auf den letzten Metern zum Gipfel, anschließend ging's weiter zum Cevedale

Leichter Schneefall und starker Wind auf dem Cevedale 3778m über NN

Nach der herrlichen Abfahrt im Pulverschnee

Hans unsere Bergziege, hat den Ausflug bestens vorbereitet. Vielen Dank für die schönen Touren.

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