30.07.2017 Bergwanderer mit Herzinfarkt vom Rotöhrsattel gerettet

Am Donnerstag den 27. Juli wurde um 23:45 Uhr die Bergwacht Lenggries alarmiert, dass ein Bergwanderer am Rotöhrsattel wegen Erschöpfung mit starken Krämpfen nicht mehr weiter kommt und Hilfe benötigt. Von Lenggries rückten acht Bergretter aus und alarmierten noch die Bergwacht Benediktbeuern, weil mein einen Abstieg über die Tutzinger Hütte in Erwägung zog. Nach dem beschwerlichen Aufstieg erreichten die ersten Einsatzkräfte um 1:30 Uhr den Patienten. Der klagte über Schwindelanfälle, Krämpfe in den Beinen und starker Erschöpfung, sodass er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Zudem war er deutlich unterkühlt. Der Patient wurde vom Notfallsanitäter der Bergwacht und einem Bergwachtnotarzt medizinisch versorgt und gegen eine weitere Auskühlung mit Wärmepads und Rettungsdecken geschützt. Weil das Krankheitsbild des Patienten jetzt doch schwerwiegend erschien und an der Einsatzstelle sichtflugbedingungen vorlagen, wurde zur Rettung ein Hubschrauber angefordert. Es konnte jedoch kein Hubschrauber an seinem Standort aus wettertechnischen Gründen starten, somit wurde der Patient mit der Gebirgstrage über den Rotöhrsattel zur Tutzinger Hütte gebracht. Dabei begann es während des mehrstündigen Abtransports zu regnen. Um 5Uhr war die Tutzinger Hütte erreicht. Der Hüttenwirt stand sofort auf, versorgte alle mit Getränken, einer heissen Suppe und Kaffee. Dann wurde der Patient weiter talwärst bis zum Bergwachtfahrzeug gebracht, mit dem er dann nach Benediktbeuern zum Rettungswagen gefahren wurde. Dieser brachte den Wanderer nach Penzberg ins Krankenhaus, von wo er in eine Spezialklinik verlegt wurde. Um 8:30 Uhr war dann der Einsatz für die 6 Benediktbeurer und 8 Lenggrieser Bergwachtler beendet. Ein herzliches Vergeltsgott an den Hüttenwirt der Tutzinger Hütte, er hat sich hervorragend für den Patienten und die Bergretter eingesetzt, was allen gut getan hat.

Bereits am Nachmittag ist eine Rettungsmannschaft mit Bergwachtnotarzt zu einer gestürzten Bergradlerin ausgerückt. Die Frau war mit ihrem Bergrad auf der Abfahrt von der Röhrmoosalm nach Leger gestürzt und hatte sich eine komplizierte Oberarmfraktur zugezogen. Die Frau wurde medizinisch versorgt und auch eine Schmerztherapie durchgeführt, ehe sie mit dem Bergrettungs-fahrzeug ins Tal gebracht und dem Landrettungsdienst übergeben werden konnte.

 

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